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Es ist 10 morgens, der gestrige Tag sitzt mir noch in den Knochen, aber ein halbes Brötchen und eine Fanta sollten mich weitesgehend wieder aufgebaut haben und ich bin bereit für den ersten Vortrag.

Quality of Life – Was ist das überhaupt?
Es handelt von den Arbeitsbedingungen in der Gamesbranche: Lange Arbeitszeiten und Termindruck, schlechte Bezahlung, unsichere Beschäftigungsverhältnisse, unrealistische Pläne und viele weitere Faktoren, die die Lebensqualität von Leuten in der Spielebranche mindern (können).

Eine Studie der IGDA ergab, dass fasrt 35% der Spieleentwickler innerhalb von 5 Jahren die Branche wieder verlassen, 50% planen einen Ausstieg innerhalb von 10 Jahren. Nur knapp 15% sind 35 Jahre alt oder älter.
Problem sind besonders die zeitweiligen Überstunden und Überbelastung: 4 Wochen kann ein Mensch ungefähr die Überbelastung vertragen, danach nimmt die Produktivität schlagartig ab. Dies führt zu Fehlern, Deprivatisierung sowie eine innerliche Kündigung und Jobwechsel, schon lange bevor der Job wirklich gewechselt wird.

Der Soll-Zustand ist dabei ein ganz anderer: Flexible Arbeitszeiten, modern ausgestattete Arbeitsplätze, Förderung und Fortbildungsmöglichkeiten, gutes Betriebsklima und soziale Veranstaltungen innerhalb der Firma – gemeinsam Essen oder Feiern. Wichtig auch die verlorengegangene Fitness, die der Job am Rechner mit sich bringt – eine kostenlose Mitgliedschaft für ein Fitnessstudio könnte dort Abhilfe schaffen.

Um Termindruck und Stress vorzubeugen, hilft natürlich auch eine Standardisierung von Arbeitsvorgängen, Orientierung an Rahmenbedingung und natürlich gute Kontrolle der Arbeitsprozesse. Trotzdessen sollten Vorgesetzten nicht nur kontrollieren und befehlen, sondern auch beratend den Mitarbeitern zur Seite stehen.

Um ein erfolgreiches Spiel zu veröffentlichen, ist es auch wichtig, den Respekt zwischen Entwickler und Publisher zu wahren, denn beide Seiten sollten eigentlich optimal zusammenarbeiten. Aber auch innerhalb der Firma (sei es Entwickler oder Publisher) ist es wichtig, ein respektvolles und freundschaftliches Verhältnis zu Kollegen zu pflegen, denn dies hat einen größeren Effekt auf die Arbeits(un)zufriedenheit als das Gehalt.

Das Ziel eines jeden Menschen ist natürlich die Selbstverwirklichung, soziale Anerkennung und soziale Beziehungen, die auch in der Gamesbranche einen sehr wichtigen Faktor für die Zufriedenheit der Mitarbeiter darstellt.

Der wichtigste Faktor bildet jedoch die direkte Kommunikation: Keine Kommunikation über Telefon oder Internetmessenger, wenn die Möglichkeit zu einem kurzfristigen Meeting besteht. Diese sollten zudem feste Regeln beinhalten und auch fest geplant sein, so dass jeder das Meeting in den Tagesplan einbeziehen kann.

Dies hängt auch stark mit der Selbstverwirklichung zusammen: Anerkennung von anderen Mitarbeitern oder Vorgesetzten nach erfolgreichem Abschließen einer oder mehrerer Aufgaben. Kritik ist dabei natürlich auch sehr wichtig zur eigenen Weiterentwicklung und Optimierung der Arbeit.

Der wichtigste Faktor im Projekt- oder Teammanagement ist dabei nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch Stresstoleranz, Mitarbeiter motivieren können, Menschenkenntniss und Konfliktfähigkeit. Dazu bedarf es aber auch kleinen Teams, die in sich gut zusammen arbeiten, um dann auch zwischen den Abteilungen ein gutes Betriebsklima und eine gute Produktivität zu erreichen.

Dabei sollte jeder einzelne Mitarbeiter an Entscheidungen beteiligt werden, besonders im kreativen Rahmen können dort mitunter ganz neue und sinnvolle Ideen zum Vorschein kommen. Trotzdessen sollte es eine Grenze zwischen kreativer Phase mit demokratischem Stil und der Ausführungsphase mit autoritärem Stil geben und auch eingehalten werden.
Fazit des Vortrags ist also, dass zu einer Verbesserung der Produkte, sprich der Spiele, die entwickelt oder veröffentlicht werden, nicht nur die Kenntnisse jedes einzelnen ausreichen, um gemeinsam als Team eine gute Leistung abzuliefern. Das Miteinander ist der wichtigste Punkte innerhalb einer Firma und eine kostengünstige Möglichkeit, die Produktivität insgesamt zu erhöhen.

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2 Responses to “Quo Vadis: Quality of Life – Warum der Mensch im Fokus steht”

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