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Der zweite Vortrag des frühen Nachmittags schließt quasi an den ersten Vortrag an: Die Zukunft der Spielebranche - Wie entwickelt sie sich?

Bob Gates blickt zurück zu den Anfängen der Gamesbranche. So wurden „damals“ Spiele für Geeks gemacht: Freaks mit pickelübersähten Gesichtern, die alleine im dunklen Zimmer saßen und an ihren Computern spielten. Mittlerweile ist der Markt viel breiter gefächert und besonders die Casual Games erreichen Menschen, die bisher nichts mit Computerspielen zu tun hatten: Sei es die 60-jährige Oma, die sich bei Cooking Mama neue Rezepte abguckt oder der 9-jährige Sohn, der seinen Vater bei Guitar Hero in Grund und Boden spielt.

Games sind mehr und mehr Mainstream geworden. Dies macht sich besonders an den immer weiter steigenden Umsatzzahlen in der Branche bemerkbar.

Der immer größer werdende Markt stellt natürlich auch immer höhere Ansprüche an die Branche selbst: Ebenso wie die Zahl der Spieler steigt, steigt auch die Zahl der Entwickler, die an einem Spiel arbeiten. So können heutzutage Entwickler stolz auf riesige Spiele sein an denen sie gearbeitet haben, die sie alleine oder in einem kleinen Team niemals schaffen könnten.

Das ist besonders deshalb auch wichtig für das eigene Ego oder als Referenz für zukünftige Arbeitgeber, da Spiele natürlich weit mehr Zeit benötigen, als ein Blockbuster im Kino: Entwicklungen von großen Spielen strecken sich immer öfter auf mehrere Jahre. Entwickler erschaffen also in ihrem Leben vorraussichtlich nur 5-10 große Spiele, so dass auch die Energie und das Angagement, das in jedes einzelne Projekt gesteckt wird, sehr hoch ist.

Ralf Adam schließt an diesen Vortrag an. Die immer größer werdenden Entwicklerstudios bringen einige Gefahren mit sich, die zum Teil auch schon im vorherigen Vortrag, „Großartige Spiele = Große Teams?“ besprochen wurden: Wenn ein großes Team an einem Spiel arbeitet und dieses Spiel dann nur geringen Erfolg, in Form von Umsatz, verzeichnen kann, ist dies meist das Aus für das Entwicklerstudio, denn Entwicklerteams in Größenordnungen von 300-400 Mitarbeitern müssen natürlich auch bezahlt werden.

Auch spricht er das Thema des Projektmanagements an, welches für ihn einer der wichtigsten Punkte in der Spieleentwicklung ist: Große Teams besitzen einen größeren organisatorischen Aufwand, als dies bei kleinen Entwicklerstudios der Fall ist. Wenn die Organisation nicht stimmt, kann jeder Einzelne noch so professionell arbeiten, er wird keinen Erfolg haben, wenn die Kollegen nicht darüber informiert sind, was er macht und so das Gesamtprodukt nicht einheitlich wird.

Man sieht also, die Spielebranche scheint sich ziemlich einig zu sein, dass die Organisation von Entwicklerstudios aber auch Publishern immer wichtiger wird, da die Firmen immer größer werden auf Grund des wachsenden Marktes. Dies erschließt auch neue Jobs, die sich nur auf die Struktur und Organisation spezialisieren und über die Arbeit des Teams möglichst immer bestens bescheid wissen.

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